Papiere
sind "wetterfühlig"
Papiere reagieren sehr empfindlich
auf Klimaschwankungen. Sie sind hygroskopisch, dass
heißt Papiere nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Bei feuchten
Papieren quellen die Zellstofffasern auf.
Sie werden wellig und laufen nicht mehr stabil genug durch den Drucker.
Trockene Papiere neigen zur statischen Aufladung und
"kleben" aneinander. Der gefürchtete Doppeleinzug
oder Papierstau sind die Folgen.
Die gute Bedruckbarkeit von Papieren
wird wesentlich durch die relative Luftfeuchte der
Umgebung bestimmt.
Luft kann in bestimmtem Umfang Wasser aufnehmen.
Dabei bestimmt die Temperatur die Menge der Feuchtigkeit. Bei 10 Grad
Celsius kann der Wassergehalt ca. 9,3 g pro Kubikmeter Luft betragen,
steigt die Temperatur auf 30 Grad Celsius, dann kann bis zu 30,4 g
Wasser in einem Kubikmeter enthalten sein. Dann wird es so langsam
schwül.
Mit relativer Luftfeuchte bezeichnet
man die tatsächlich in der Luft enthaltene Menge an Wasser im
prozentualen Vergleich zur maximal möglichen Menge. Diese Luftfeuchte
wird mit einem Hygrometer gemessen.
Die besten Bedingungen zur Verarbeitung
von Papieren herrschen, wenn die Raumtemperatur bei
ca. 20 Grad Celsius und die Relative Luftfeuchte
zwischen 50 und 55 % liegen. Die meisten Büropapiere
sind auf diese Umgebungsbedingungen abgestimmt und haben bei diesen
Bedingungen optimale Bedruckeigenschaften.
Wenn das Raumklima zu stark von den empfohlen Werten abweicht,
dann ist es sinnvoll die Umgebungsbedingungen zu ändern. Trockene
Räume erhalten durch grüne, großblättrige Pflanzen
ein besseres Raumklima. Bei zu feuchten Räumen kommt
man um eine Klimaanlage nicht herum.
Wenn Sie ein paar Grundsätze beachten, dann
haben Sie mit Papieren weniger Stress.
Gönnen Sie, besonders in kalten und
feuchten Jahreszeiten, dem Papier vor dem Bedrucken
etwas Zeit zum Akklimatisieren.
Lagern Sie Papier vor dem Bedrucken
in dem gleichen Raum, in dem Ihr Kopierer oder Drucker steht.
Gute Kopierpapiere sind in einer klimastabilisierenden
Verpackung eingeschlagen. Aus diesem Grund sollten Sie Papiere
nur kurz vor dem Bedrucken aus der Verpackung nehmen
und das restliche Papier sofort wieder in
die Verpackung legen. Die Verpackung sollten Sie anschließend
wieder verschließen.
| Papier ist trockner als der Raum |
Papier ist feuchter als der Raum |
| Das Papier rollt sich zur Filzseite
(glatte Papierseite) |
Das Papier rollt sich zur Siebseite
(rauere Papierseite) |
| Die Papierränder wellen sich |
Das Papier schlägt Beulen |
| Das Papier lädt sich statisch auf und "klebt"
aneinander |
Tonerbild deckt nicht |
Kopier- und Laserpapiere können höheren
klimatischen Schwankungen ausgesetzt werden, als beschichtete Papiere
für Tintenstrahldrucker und Laserdrucker.
Beschichtete Papiere reagieren
wesentlich stärker auf Klimaschwankungen.
Deshalb sollten Sie Foto- und Tintenstrahl-Papiere nie offen
herumliegen lassen, sondern immer nur soviel der Verpackung
entnehmen, wie Sie benötigen und die Verpackung
sofort wieder fest verschließen.
Die hier aufgeführten Begriffe und Fachausdrücke
sind nach bestem Wissen zusammengestellt und erheben keinen Anspruch
auf Vollständigkeit. Sie gelten für den Europäischen und insbesondere
für den Deutschen Markt. |