An
dieser Stelle möchten wir Ihnen einige Begriffe und Fachausdrücke erklären,
die im Zusammenhang mit der Papierherstellung immer wieder genannt werden.
| Begriffe |
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- AOX - Wert
- Als
AOX-Wert bezeichnet man die international gebräuchliche Maßeinheit
mit der die Abwasserbelastung mit Chlorkohlen
- Wasserstoffen bei der Herstellung von Papieren miteinander
verglichen werden können. Der Wert wird in kg bezogen auf eine
Tonne Papier angegeben.
- Der
AOX-Wert bildet die Grundlage für die Eingruppierung
der Papiere in "chlorfrei gebleicht", "chlorarm
gebleicht" und "chlor gebleicht".
- 1. chlorfrei tcf - AOX-Wert = 0,0
kg / 1 t
2. chlorarm cfa - AOX-Wert < 0,1
kg / 1 t
- 3. chlorarm - AOX-Wert < 0,5 kg / 1 t
- 4. chlorgebleicht - AOX-Wert > 0,5 kg / 1 t

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- Bleichverfahren
- Um weißes Papier herstellen zu können, werden die Faserstoff
in unterschiedlichen Verfahren gebleicht.
Bleichverfahren mit Chlorgas / Elementarchlor
führen zu sehr hohen Abwasserbelastungen mit organischen Chlorverbindungen.
Bleichverfahren mit Chlordioxyd führen dagegen
zu wesentlich geringeren Belastungen, aber Chlordioxyd ist teurer
als Chlorgas.
Bleichverfahren mit Sauerstoff oder Wasserstoffperoxyd
führen zu keinerlei Abwasserbelastungen Chlorkohlen - Wasserstoffen.
Generell kann man sagen, dass Papiere die umwelt- und resourcenschonend
hergestellt werden mehr kosten.

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- Chlor
- Chlor
ist eine chemische Substanz mit der Lignin
aus dem Faserrohstoff entfernt werden kann.
Die Zellstoff - Faser wird weitgehend geschont, sie bleibt sehr
robust. Allerdings entstehen beim Bleichvorgang mit Chlor organische
Chlorverbindungen, ja unter Umständen sogar Dioxine. Diese Rückstände
werden auf natürlichem Weg nicht oder kaum abgebaut.
Bei
der Herstellung von hochwertigen Papieren wird weitgehend
auf die Chlorbleiche verzichtet. Weil umweltfreundlichen Verfahren
aufwendiger sind, macht sich dieses beim Papierpreis bemerkbar.

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chlorfrei und chlorarm
- Die
Bezeichnungen chlorfrei, bzw. chlorarm beziehen sich nicht
auf die Inhaltsstoffe des Papiers, sondern
kennzeichnen das Bleichverfahren, mit dem der
Faserstoff gebleicht wurde.

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- CFA
- Nach
schwedischer Definition kennzeichnet cfa chlorfrei
gebleichte Papiere. Bei der Herstellung können jedoch noch anteilig
chlorgebleichte Faserstoffe verwendet werden. Wir nennen die
Papiere chlorarm gebleicht.

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- CTMP - Verfahren
- CTMP
bezeichnet ein Herstell - Verfahren von Faser - Rohstoffen.
Chemi-Thermo-Machanical-Pulp. Der Faserstoff
wird durch mechanischem Holzschliff gewonnen. Das Holz wird
aber mit schwefelhaltigen Chemikalien und Wasserdampf vorbehandelt.
Der Vorteil
des Verfahren liegt in der besseren Ausnutzung der Rohstoffe,
so werden ca. 95 % der Substanz genutzt. Traditionelle Verfahren
nutzen lediglich 40 - 50 % des Holzgrundstoffes.

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- De - Inking
- Recyclingpapiere
werden zu großen Anteilen aus Altpapieren hergestellt, die schon
einmal bedruckt wurden. Die Druckfarbe muß entfernt werden,
damit das Papier nutzbar ist. Sie werden mit Seifenlaugen und
Druckluft aus dem Papierbrei gelöst und abgeschöpft. Zusätzlich
kann der Brei mit Bleichverfahren noch weiter aufgehellt werden.
Der Abfall aus
Füllstoffen, Streichmitteln und Druckfarben wird umweltgerecht
entsorgt.

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- Dioxine
- Mit
Dioxin bezeichnet man ca. 200 verschiedene
chemische Verbindungen der chlorierten Dibenzodioxinen und Dibenzofurane.
Einige dieser Verbindungen gehören zu den giftigsten
Substanzen, die wir kennen. Dioxine entstehen
beim Bleichen mit Chlorgas.
Gerade weil
Dioxine so problematisch sind und die Umwelt stark gefährden,
wird auf das Bleichverfahren mit Chlorgas
weitgehend verzichtet.

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- Durchforstungsholz
- Für
den Erhalt eines Waldes ist die regelmäßige Durchforstung
notwendig. Die Papierindustrie ist einer der wichtigsten Käufer
des Durchforstungsholzes und sichert so die Wirtschaftlichkeit
der Waldbestände.

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- Holzfreie Papiere
- Als
holzfrei bezeichnet man Papiere, die aus einem
Zellstoff hergestellt wurden. Der Zellstoff
ist auf chemischem Weg aus Holz erzeugt.

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- Holzhaltige
Papiere
- Holzhaltige
Papiere werden aus mechanisch erzeugtem
Faserstoff hergestellt. Im Bereich der Büropapiere haben sie
an Bedeutung verloren.

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- Lignin
- Lignin
ist in Pflanzen, also auch in Holz enthalten. Es verbindet
und versteift die Fasern. Lignin muß
zur Zellstoffgewinnung von der Zellulose gelöst werden.
Lignin ist für
das Vergilben von Papieren verantwortlich.

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- Neue Verfahren
- Weltweit sind neue Verfahren in der Erprobung, um Lignin
von der Zellulose zu trennen, Bleichen ohne Chlor zu ermöglichen,
die Rohstoffe bestmöglich zu nutzen und die Umwelt so wenig
wie möglich zu belasten. Die Europäischen Papierhersteller sind
in der Forschung und Entwicklung der Verfahren Vorreiter.
Teilweise werden
Büro-Papiere aus Südamerika und aus den Osteuropäischen Ländern
eingeführt. Der Umweltschutz hat in den Ländern nicht die
Bedeutung, die er in Deutschland und Europa hat. So werden
diese Papiere auf dem Markt oft zu sehr günstigen Preisen
angeboten.
Wir,
als verantwortlicher Papierlieferant, unterstützen diese Einfuhren
nicht. Wir bieten ausschließlich Papiersorten von europäischen
Herstellern an, bei denen Umweltschutz und Schonung der Resourcen
im Vordergrund stehen.

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- Optische Aufheller
- Als
optische Aufheller bezeichnet man fluoreszierende
Stoffe und Partikel, die der Papier- und / oder der Streichmasse
beigefügt wird. Durch Umwandlung von UV-Licht in sichtbaren,
blaues Licht lassen sie dem Betrachter das Papier unter
Tageslicht wesentlich heller erscheinen.

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- Recycling Papiere
- Papiere,
die aus bedruckten und/oder unbedruckten Papierresten hergestellt
werden.

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- Sauerstoffbleiche
- Zum
Bleichen der Faserstoffe werden bei diesem Verfahren Sauerstoff
oder Sauerstoffverbindungen (Wasserstoffperoxyd ) verwendet.
Die Bleichung mit Wasserstoffperoxyd ist der z.Zt. schonenste
Bleichprozeß, denn es zerfällt in Sauerstoff und Wasser.

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- Sulfat Zellstoff
- Zellstoff,
der durch Kochen von Holzschnitzeln in einer alkalischen Schwefelsalz
- Lösung entsteht. Diese Verfahren ist in Deutschland nicht
erlaubt.

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- Sulfid Zellstoff
- Bei
diesem Verfahren wird der Zellstoff durch verschiedene sauere
Verfahren erschlossen. Diese Technik wird in Deutschland angewendet.
Bisher werden weltweit nur 12 % des Faserstoffes mit diesem
Verfahren hergestellt. Der Nachteil des Verfahrens sind kürzere
und weichere Fasern, die sich für die Papierherstellung nicht
so gut eignen.

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- TCF
- totally-chlorine-free.
Damit bezeichnet man Papiere, die ohne Clorbleiche
hergestellt wurden. Das Herstellungsverfahren ist sehr umweltschonend.

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- TMP- Verfahren
- Thermo - Mechanisches - Holzstoff - verfahren, das ohne
chemische Vorbehandlung des Holzes auskommt. Das Holz
wird mit Wasserdampf vorbehandelt, um eine schonende Zerfaserung
zu ermöglichen. Der so gewonnenen Faserstoff ist fester als
herkömmlicher Holzschliff.

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