Beschichtete Papiere
Themen dieser Seite
Allgemeines über beschichtete Papiere
Oberflächenveredelte
Papiere
Spezialbeschichtete Tintenstrahl-Papiere
Links zu Produktseite auf der Homepage
Allgemeines zu Papieren
für Tintenstrahldrucker
Diejenigen von Ihnen, die mit einem Füllhalter schreiben,
wissen; es gibt Papier, auf denen Tinte nicht verläuft,
bei anderen Papieren zieht die Tinte in das Papier ein und hinterläßt
einen unansehnlichen Fleck, der breit ausläuft.
Papiere werden im Wesentlichen aus aufbereiteten Zellstoffen
hergestellt. Wenn die Oberflächen unbehandelt sind,
dann zieht Tinte in das Papier ein und verbreitet sich entlang der
Zellstoff-Fasern unregelmäßig (Löschblatteffekt).
Es gibt im Prinzip drei Wege zu verhindern,
dass die Tinte sich unregelmäßig auf dem Papier verteilt und unter
Umständen auf der Rückseite auch wieder austritt.
Die erste Methode ist rein mechanisch. Das Papier läuft
durch zwei hochpolierte Stahlwalzen (Kalandrierwalzen)
die mit hohem Druck die Oberflächen verdichten. Die Poren werden geschlossen,
damit kann Flüssigkeit nicht so leicht in das Basismaterial eindringen.
Hier spricht man von satinierten Papieren.
Die zweite Methode erfolgt auf chemischer Basis. Etwas vereinfacht
gesagt, werden die Poren des Papiers bei der Produktion
mit einem Füllstoff gefüllt. Die Oberfläche wird damit dichter
und die Bedruckbarkeit mit Tintenstrahldruckern verbessert.
Man spricht von oberflächenveredelten Papieren.
Bei der dritten Methode sind zwei Arbeitsgänge notwendig. Zunächst
wird das Basispapier hergestellt. In einem zweiten Arbeitsgang wird
das Papier mit einer Emulsion beschichtet. Diese
Emulsion ist optimal auf die Tinte abgestimmt und ermöglich sehr
brillante Drucke bis hin zur Photoqualität.
Das sind die beschichteten Papiere, zu denen auch
Photopapiere zählen.
Dadurch, dass die Beschichtung der Papiere vom Herstellungsprozess
des Basismaterials nicht abhängig ist, kann man die Eigenschaften
der Beschichtung noch besser steuern. Viele hochwertige Papiere
besitzen nicht nur eine Beschichtung, die Druckschicht ist teilweise
mehrlagig aufgebaut.
Beschichtete Papiere werden in der Hauptsache für den
Tintenstrahldruck benötigt. Die Papiere sind heute
bereits so gut, dass man einen Photodruck kaum noch vom herkömmlichen
Photo unterscheiden kann.

Oberflächenveredelte
Papiere
Bei Papieren mit den veredelten Oberflächen handelt
es sich weitgehend um Papiere der zweiten Gruppe, also um Papiere
die chemisch und mechanisch behandelt wurden, um eine besssere
Aufnahme von Tinten zu erreichen.
Als Basis nimmt man Papiere mit einem
sehr hohen Zellstoffanteil. Diese werden mit einer
Emulsion (Strich) versehen, die für den Tintenstrahldruck optimiert
ist.
Das Papier kann Feuchtigkeit aufnehmen
ohne wellig zu werden und sorgt dafür, dass die Tinten nicht so stark
verlaufen, wie es bei unbehandelten Papieren der Fall ist. Diese Papiere
können in der Regel mit einer Auflösung bis maximal 720 dpi bedruckt
werden.
Oberflächenveredelte Papiere werden
für Dokumente, wie Geschäftsbriefe, Handzettel usw.
eingesetzt, bei denen es auf einen guten Druck ankommt, aber die ganz
hohe Farbbrillanz nicht gefordert ist.
Man bezeichnet diese Papiere auch als Universal-Papiere, weil sie
in der Regel auch für Tinten- und Laserdruck geeignet sind.

Spezialbeschichtete Papiere
für Tintenstrahldrucker
Das Druckergebnis von Tintenstrahl - Druckern wird sehr
stark von der Qualität des Papiers und der Oberfläche bestimmt.
Trifft ein Farb-Tintentropfen auf ein unbeschichtetes Papier,
dann verteilt sich die Tinten-Flüssigkeit mit der
Farbe unregelmäßig im Papier. Die Farbränder
sind unscharf. Die Farben verblassen. Das Papier
durchfeuchtet.
Spezialbeschichtete
Papiere sind nachträglich mit einer, vereinfacht gesagt,
Kreideschicht versehen. Diese Kreideschicht übernimmt
die Aufgabe die Flüssigkeit des Tintentropfens schnell, extrem schnell,
aufzunehmen und gleichmässig zu verteilen. Flüssigkeit und Farbpartikel
trennen sich beim Auftreffen der Tinte auf der Papieroberfläche
und die Farbpartikel bleiben exakt an der Stelle,
an der sie auftreffen. Das ist das Geheimnis der randscharfen Drucke.
Die Farbpartikel dringen nicht so tief in das Papier ein und leuchten
dadurch noch stärker. Ihre Ausdrucke erreichen auf diesem Papier
Photoqualität.
Natürlich ist das hier etwas einfacher dargestellt,
als es in Wirklichkeit ist. Die Papierhersteller betreiben sehr hohen
Aufwand um diesen komplexen Vorgang zu beherrschen.
Die spezialbeschichteten Papiere verbinden den Bereich
der sogenannten Naturpapiere, die nur eingeschränkt für den Tintenstrahldruck
geeignet sind, mit dem Bereich der Photopapiere. Spezialbeschichtete
Papiere können mit einer Auflösung von bis zu 2880 dpi
(einzelne Sorten sogar mit Photoauflösung 5760 dpi) bedruckt werden.
Die in der Regel matte Oberfläche ist lesefreundliche, weil sie nicht
reflektiert.
Dieses Papier gibt es mit einem Papiergewicht von 90 - 195
g/m². Es stehen auch beidseitig bedruckbare Sorten
zur Verfügung.
Eine besondere Sorte hat eine HighTech-Beschichtung,
die es erlaubt mit einem bis zu 40 % reduziertem Tintenauftrag
die gleiche Farbbrillanz zu erreichen, die
herkömmliche Papiere bieten.
Beschichtete Tintenstrahl-Papiere sind nicht für Laserdrucker
geeignet. Es besteht die Gefahr, dass sich die Beschichtung beim
Bedrucken ablöst und den Laserdrucker beschädigt.

|