Druckkosten
Original oder Nachfüllung
Kompatible Toner und Refill-Konzepte
sind nicht immer unproblematisch
Die Kosten eines Drucks mit dem Laserdrucker
werden weitgehend von den Kosten der Tonermodule
bestimmt. Was liegt da näher als hier auf Refill-Konzepte zurückzugreifen.
Sind diese doch wesentlich billiger als die Originale.
Verbrauchte Tonermodule werden von Refillern aufgekauft, um sie
wieder aufzuarbeiten. Danach werden diese Module zu erheblich geringeren
Preisen als die Originalmodule im Markt angeboten. Seriöse Refiller
kennzeichnen die von wieder aufgearbeiteten Patronen und garantieren
eine weitgehende Kompatibilität zu den Original-Produkten.
Einige Hersteller geben sogar eine umfangreiche Funktionsgarantie.
Achten Sie dabei auf
vier wesentliche Punkte:
- Die Refill-Patrone muss technisch in Ordnung sein und darf
den Drucker nicht beschädigen.
Gegebenenfalls eine Garantie verlangen.
- Das Druckbild und die Ergiebigkeit muss dem Original weitgehend
entsprechen.
Dieses kann man selber prüfen.
- Der Toner muss gesundheitlich unbedenklich sein.
Das ist ein wichtiger, aber schwer
zu prüfender Punkt.
- Die wiederbefüllten
Patronen sollten der Norm DIN 33870 (Tonerpatronen)
entsprechen.
Das gibt in die Sicherheit der
guten Qualität.
für Tintenpatronen
gilt die DIN 33871-1
Druckerhersteller geben Ihren, für die Geräte entwickelten
Toner, nicht an Refiller weiter. Die müssen daher auf dem Weltmarkt
das richtige Material suchen oder selber entwickeln.
Sie als Anwender und Käufer können diese Beschaffungsweg
wenn überhaupt, nur sehr schwer nachvollziehen. Sie wissen nicht,
was in die Patronen eingefüllt wird und wie die Module weiter
ver- und bearbeitet werden.
Wird nur Toner nachgefüllt oder werden weitere Verschleißteile
ausgetauscht? Wird das Modul gereinigt? Wird ein kompatibler Toner
verwendet? Wird die Bildtrommel ausgetauscht? Diese technischen Fragen
können Sie als Anwender nicht beantworten und müssen darauf
vertrauen, dass der Hersteller sie beachtet.
Ein weiteres Problem ist die Dokumentenechtheit des Ausdrucks.
Diese ist nur dann gewährleistet, wenn für den Toner durch
die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
ein Prüfszeugnis ausgestellt wurde. Eine Prüfung bezieht
sich immer auf den Drucker, den verwendeten Toner und das verwendete
Papier. Die Kosten dafür betragen über 3.500 € pro
Prüfung. Hersteller kompatibler Toner haben sehr oft die Zeugnisse
nicht.
Ein wichtiger Aspekt ist die Gesundheitsgefährdung
durch den Toner. Tonerpartikel lösen sich vom Papier ab. Im Gerät
liegt nicht verbrauchter Toner. Dieser wird durch Kühlgebläse
im Gerät in den Raum geblasen.
Um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen, dürfen
Tonerpartikel nicht kleiner als 5 Mikrometer sein. Partikel dieser
Größe setzen sich nicht in der Lunge fest.
Besonders bei älteren Geräten kann der Toner
Styrol enthalten. Styrol zählt zu den Aromaten und steht im Verdacht
krebserregend zu sein. Leider bekommt man seitens der Hersteller
sehr oft keine oder nur ungenaue Angaben über die Zusammensetzung.
Eine Liste der Inhaltsstoffe, wie bei Arzneimitteln oder Reinigern,
ist nicht vorgeschrieben.
Generell kann man sagen, dass bekannte Hersteller und
Refiller einen Namen zu verlieren haben, wenn festgestellt wird,
dass die von ihnen verwendeten Materialien nicht die volle Kompatibilität
haben und gesundheitsgefährdend sind. Das gibt Ihnen ein gewisse
Sicherheit, aber die Sicherheit ist nicht garantiert.
Warnen muss man vor gefälschten Tonermodulen.
Es wird vorgetäuscht, dass es sich um Originalware handelt. Tatsächlich
sind es Nachbauten oder nur mit Toner neu gefüllte, bereits gebrauchte
Module. Es geht soweit, dass sogar die Verpackung nachgedruckt wird.
Deshalb sollten Sie bei "Billig-Angeboten" sehr vorsichtig
sein. |