Information  Kontakt   zurück   Home   Suche starten

Tipps & InformationenDruckkosten

Original oder Nachfüllung
Kompatible Toner und Refill-Konzepte
sind nicht immer unproblematisch

 Die Kosten eines Drucks mit dem Laserdrucker werden weitgehend von den Kosten der Tonermodule bestimmt. Was liegt da näher als hier auf Refill-Konzepte zurückzugreifen. Sind diese doch wesentlich billiger als die Originale.

 Verbrauchte Tonermodule werden von Refillern aufgekauft, um sie wieder aufzuarbeiten. Danach werden diese Module zu erheblich geringeren Preisen als die Originalmodule im Markt angeboten. Seriöse Refiller kennzeichnen die von wieder aufgearbeiteten Patronen und garantieren eine weitgehende Kompatibilität zu den Original-Produkten. Einige Hersteller geben sogar eine umfangreiche Funktionsgarantie.

Achten Sie dabei auf vier wesentliche Punkte:

  1. Die Refill-Patrone muss technisch in Ordnung sein und darf den Drucker nicht beschädigen.
          Gegebenenfalls eine Garantie verlangen.
  2. Das Druckbild und die Ergiebigkeit muss dem Original weitgehend entsprechen.
          Dieses kann man selber prüfen.
  3. Der Toner muss gesundheitlich unbedenklich sein.
          Das ist ein wichtiger, aber schwer zu prüfender Punkt.
  4. Die wiederbefüllten Patronen sollten der Norm DIN 33870 (Tonerpatronen) entsprechen.
          Das gibt in die Sicherheit der guten Qualität.
          für Tintenpatronen gilt die DIN 33871-1

 Druckerhersteller geben Ihren, für die Geräte entwickelten Toner, nicht an Refiller weiter. Die müssen daher auf dem Weltmarkt das richtige Material suchen oder selber entwickeln.

 Sie als Anwender und Käufer können diese Beschaffungsweg wenn überhaupt, nur sehr schwer nachvollziehen. Sie wissen nicht, was in die Patronen eingefüllt wird und wie die Module weiter ver- und bearbeitet werden.

 Wird nur Toner nachgefüllt oder werden weitere Verschleißteile ausgetauscht? Wird das Modul gereinigt? Wird ein kompatibler Toner verwendet? Wird die Bildtrommel ausgetauscht? Diese technischen Fragen können Sie als Anwender nicht beantworten und müssen darauf vertrauen, dass der Hersteller sie beachtet.

 Ein weiteres Problem ist die Dokumentenechtheit des Ausdrucks. Diese ist nur dann gewährleistet, wenn für den Toner durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ein Prüfszeugnis ausgestellt wurde. Eine Prüfung bezieht sich immer auf den Drucker, den verwendeten Toner und das verwendete Papier. Die Kosten dafür betragen über 3.500 € pro Prüfung. Hersteller kompatibler Toner haben sehr oft die Zeugnisse nicht.

 Ein wichtiger Aspekt ist die Gesundheitsgefährdung durch den Toner. Tonerpartikel lösen sich vom Papier ab. Im Gerät liegt nicht verbrauchter Toner. Dieser wird durch Kühlgebläse im Gerät in den Raum geblasen. 

 Um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen, dürfen Tonerpartikel nicht kleiner als 5 Mikrometer sein. Partikel dieser Größe setzen sich nicht in der Lunge fest.

  Besonders bei älteren Geräten kann der Toner Styrol enthalten. Styrol zählt zu den Aromaten und steht im Verdacht krebserregend zu sein. Leider bekommt man seitens der Hersteller sehr oft keine oder nur ungenaue Angaben über die Zusammensetzung. Eine Liste der Inhaltsstoffe, wie bei Arzneimitteln oder Reinigern, ist nicht vorgeschrieben.

  Generell kann man sagen, dass bekannte Hersteller und Refiller einen Namen zu verlieren haben, wenn festgestellt wird, dass die von ihnen verwendeten Materialien nicht die volle Kompatibilität haben und gesundheitsgefährdend sind. Das gibt Ihnen ein gewisse Sicherheit, aber die Sicherheit ist nicht garantiert.

  Warnen muss man vor gefälschten Tonermodulen. Es wird vorgetäuscht, dass es sich um Originalware handelt. Tatsächlich sind es Nachbauten oder nur mit Toner neu gefüllte, bereits gebrauchte Module. Es geht soweit, dass sogar die Verpackung nachgedruckt wird.
Deshalb sollten Sie bei "Billig-Angeboten" sehr vorsichtig sein
.

Papier und mehr... Information über die Druckkosten.